MedAT 2018: Die Ergebnisse sind da

MedAT 2018

Foto: MedMedia Verlag und Mediaservice GmbH/Sophie Niedenzu

In knapp zwei Monaten sitzen die Studienbeginner in Medizin in den Vorlesungen: Details zum MedAT und zu den aktuellen Ergebnissen.

Insgesamt 12.552 von 15.880 Angemeldeten für ein Medizinstudium an den Medizinischen Universitäten in Wien, Innsbruck und Graz sowie an der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz haben am 6. Juli den Medizinaufnahmetest absolviert. Davon saßen allein 5.945 Bewerber in der Messe Wien vor ihren Fragebögen. Die Ergebnisse des “Rolling-Stones-Konzert der Medizin” sind nun da.

MedAT 2018: Die Ergebnisse im Detail

Für das Medizinstudium in Österreich hatten sich heuer wieder deutlich mehr Frauen als Männer angemeldet: Der Anteil lag bei 61,8 Prozent. Daher ist es wenig überraschend, dass mehr Studienplätze an Frauen gehen: Für die insgesamt 1.680 Studienplätze in Österreich haben sich 961 Frauen und 719 Männer qualifiziert, das sind 57,2 vs. 42,8 Prozent. Besonders an der Medizinischen Universität Graz dominieren die Frauen: von 360 Studienplätzen gehen 215 Plätze an Frauen (59,7 Prozent) und 145 an Männer (40,3 Prozent). An der MedUni Wien gehen 430 von 740 Studienplätzen an Frauen (58,1 Prozent) und 310 an Männer (41,9 Prozent). An der MedUni Innsbruck wurden insgesamt 400 Studienplätze vergeben, davon 220 an Frauen (55 Prozent) und 180 an Männer (45 Prozent). An der Medizinischen Fakultät der JKU standen diesmal 180 Studienplätze zur Verfügung – 2017 waren es noch 120. Davon gingen 96 Plätze an Frauen (53,3 Prozent) und 84 Prozent an Männer (46,7 Prozent).

Aufbau des MedAT

Die Vorbereitungen für den Medizinaufnahmetest sind vielfältig: es gibt diverse Vorbereitungskursen und Lernskripten sowie Apps. Sie beziehen sich vor allem auf den BMS Teil des MedAT, dem sogenannten “Basiskenntnistest für Medizinische Studien”: Dieser Teil des MedAT macht 40 Prozent aus und besteht aus Multiple-Choice Fragen im Bereich der Biologie, Chemie, Physik und Mathematik. Neben dem BMS sind Textverständnis (10 Prozent), kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten (40 Prozent) und sozial-emotionale Kompetenzen (10 Prozent) Bestandteile des MedAT.

Der Aufnahmetest für das Zahnmedizinstudium, der Med-AT-Z ist fast identisch mit dem Test für das Humanmedizinstudium: Anstelle des Textverständnisses sind hier manuelle Fertigkeiten und “Implikationen erkennen” gefragt.

Änderung in der Zahnmedizin

Während die Quotenregelung im Humanmedizinstudium unbefristet ist, wonach 95 Prozent der Studienplätze für EU-Bürger und gleichgestellte Personen und mindestens 75 Prozent für Personen mit österreichischem Maturazeugnis vorbehalten sind, wird sich das im Zahnmedizinstudium ändern, denn nächstes Jahr fällt dort diese Quotenregelung. Der Grund: Die EU-Kommission sieht keinen prognostizierten Zahnärztemangel in Österreich. (Sophie Niedenzu, 7.8.2018)

 

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