Evaluierung

Evaluierung im Detail

Krankenhaus
Klinikum Wels - Grieskirchen
Fachrichtung
Unfallchirurgie
Station/Abteilung
Unfallchirurgie
Einsatzbereiche
Station, Notaufnahme, OP, Ambulanz 
Inhalt
 
Zeitraum
09.04.2018 - 08.06.2018
Heimatuni
Wien
Unterricht
0x pro Woche 
Erstellungsdatum
18.06.2018
Von
anonym

Bewertung (klinisch-praktisches Jahr)

Zusammenarbeit mit ärztlichen Kollegen
Zusammenarbeit mit der Pflege
Theoretische Ausbildung
Selbständiges ärztliches Arbeiten
Arbeitsklima
Arbeitsbelastung
Dienst-/Urlaubsplanung
Praktische Ausbildung
Verhältnis ärztlicher/nichtärztlicher Tätigkeiten nicht bewertet
Integration ins Team
Betreuung und Backup
Dienstzeiten
Fortbildungen
Ausstattung
Kantine/Mensa
Wissenszuwachs
Gesamtbewertung

Tätigkeiten

Notaufnahmen, Röntgenbesprechung, Eigene Patienten betreuen, Patienten aufnehmen, Mitoperieren, Chirurgische Wundversorgung, Blut abnehmen, Briefe schreiben, Untersuchungen anmelden, Gipsanlage, Patienten untersuchen

Sonstige Angaben

Arbeitsbeginn
Vor 7:00 Uhr
Arbeitsende
15:00 - 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Sonstiges
Kleidung gestellt, Aufwandsentschädigung/Gehalt
Gehalt (EUR)
550

Persönlicher Bericht

Auf der Unfallchirurgie in Wels kann man sehr selbstständig in der Erstversorgung arbeiten. Das ist wahrscheinlich der grösste (und einzige wirklich nennenswerte) Pluspunkt an einem Tertial hier. Man kann die Erstuntersuchung vornehmen, Untersuchungen anmelden, die Wundversorgung durchführen und es wird einem dabei über die Schulter geschaut. Ein Assistenz- oder Facharzt vidiert dann immer die eigene Dokumentation und überprüft die Wundversorgung. In der Erstversorgung macht das Arbeiten wirklich Spass und man findet Gefallen am Fach. Man muss aber auch an die richtigen Oberärzte geraten (ein "Darf ich Sie etwas fragen Herr Oberarzt? Nein, interessiert mich nicht, frag den Turnusarzt!" kann vorkommen). Trotzdem 5/5 Punkten.

Man schwimmt etwas mit im Team, man kann sich nicht in der Morgenbespechung vorstellen und die Ärzte wissen teilweise nach 2 Monaten immer noch nicht welchen Namen und welche Funktion man hat. Mit der Pflege hat man wenig Kontakt, der Arbeitsbeginn ist mit 6:30 wirklich hart (5:00 aufstehen bei mir). Bei der Visite bekommt man quasi nicht erklärt und wird höchstens ermahnt, weil man die Visite nicht dokumentiert (kommt aber sicher auch auf die Visitengruppe an, manche waren sehr motiviert).

Auch sonst wahr Teaching eher ein Fremdwort, strukturierte Fortbildung gab es nicht (und Assistenzärzte, die das voranbringen wollten, erhielten kein Gehör), Grundlagen zur Osteosynthese und zu den Krankheitsbildern musste man sich im Selbststudium aneignen. Fachärzte, die von sich aus die Grundlagen für einen Studenten erklärten, waren die Ausnahme, bei einer Schulteroperation konnte man den Ausführungen nicht folgen, wenn einem die Worte SSP, LSB, SSC etc. nicht schon geläufig waren. Zunähen durfte ich in 2 Monaten 1x, Klammern auch 1x, sonst Haken halten und stramm stehen war die Devise.

Nachdem wir wenige KPJ-Studenten waren und teilweise wenige Turnusärzte da waren, wurde man viel im OP eingesetzt. Somit war es sehr schwierig, an gewissen Tagen frei zu bekommen, selbst wenn man für die Diplomarbeit auswärtige Termine hatte musste man einen Ersatz finden, der den eigenen OP-Platz übernimmt, sonst konnte man nicht frei bekommen.

Insgesamt war die Arbeit in der Erstversorgung sehr interessant und man durfte schnell selbstständig arbeiten und Wunden versorgen. Die Ausbildung von Studenten wird hier jedoch nicht besonders gross geschrieben, daher sollte man nicht mit zu hohen Erwartungen in das Tertial starten, dann wird man auch nicht enttäuscht. Wenn man hingegen die motivierten Ärzte mal gefunden hat, hat man ein offenes Ohr für seine Fragen. Hat man schon öfters auf einer Chirurgie gearbeitet wird man sich sicherlich schneller in der Hackordnung zurechtfinden, aber ohne eine gewisse Portion Selbstbewusstsein und Eigenmotivation kommt man zu wenig bis nichts. Somit war das Tertial "OK", aber angesichts der Rahmenbedingungen (kleine Stadt mit entsprechendem Angebot, keine klare Struktur bei der Assistenzarztausbildung) gibt es wohl bessere Ausbildungplätze und Wels-Grieskirchen sollte einen Zahn zulegen, um konkurrenzfähig und attraktiv für die Ausbildung zu bleiben.

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