Evaluierung

Evaluierung im Detail

Krankenhaus
Klinikum Wels - Grieskirchen
Fachrichtung
Kardiologie
Station/Abteilung
Innere Medizin II
Einsatzbereiche
Station, Ambulanz 
Inhalt
EKG, Sonst. Fortbildung 
Zeitraum
04.12.2017 - 02.02.2018
Heimatuni
Wien
Unterricht
1x pro Woche 
Erstellungsdatum
18.06.2018
Von
anonym

Bewertung (klinisch-praktisches Jahr)

Zusammenarbeit mit ärztlichen Kollegen
Zusammenarbeit mit der Pflege
Theoretische Ausbildung
Selbständiges ärztliches Arbeiten
Arbeitsklima
Arbeitsbelastung
Dienst-/Urlaubsplanung
Praktische Ausbildung
Verhältnis ärztlicher/nichtärztlicher Tätigkeiten nicht bewertet
Integration ins Team
Betreuung und Backup
Dienstzeiten
Fortbildungen
Ausstattung nicht bewertet
Kantine/Mensa
Wissenszuwachs
Gesamtbewertung

Tätigkeiten

Botengänge (Nichtärztl.), Patienten aufnehmen, Braunülen legen, Blut abnehmen, Untersuchungen anmelden

Sonstige Angaben

Arbeitsbeginn
7:00 - 8:00 Uhr
Arbeitsende
15:00 - 16:00 Uhr
Studientage
Gar nicht
Sonstiges
Kleidung gestellt, Aufwandsentschädigung/Gehalt, Mittagessen regelmäßig möglich
Gehalt (EUR)
550

Persönlicher Bericht

Vor einer Famulatur oder einem KPJ-Tertial auf der Kardiologie im Klinikum Wels-Grieskirchen sollte man sich vorher sehr gut überlegen, was man davon mitnehmen möchte.

Es gab für alle Studenten der Inneren Medizin organisierte Fortbildungen, die verschiedene Themen umfassten (Dialyse, EKG, klinische Untersuchung). Diese waren sehr gut organisiert, jedoch wurde man auch angeschnauzt, wenn man vor lauter Arbeitseifer der Visite nicht fortbleiben wollte und die Fortbildung verpasst hatte.

Die Station ist riesig, dementsprechend ist es schwierig, eine Beziehung zur Pflege aufzubauen und einen persönlichen Kontakt zu den Patienten zu pflegen (viele Ein- und Austritte täglich).

Man wird eigentlich nur als Systemerhalter "missbraucht", man man klärt Untersuchungen auf, die man noch die gesehen hat, kümmert sich um die Patientenkurve und läuft bei der Visite mit, ohne etwas erklärt zu bekommen. Wenn man nach Nachfrage angibt, eine nicht-kardiologische Fachrichtung anzustreben, wird einem gesagt, dass man dann "eh nur Zacken am EKG erkennen muss" und sich ein Teaching somit erübrigt. Auch in der Herzecho-Ambulanz wird einem nichts erklärt (habe in 2 Tagen auf der Herzanästhesie mehr erklärt bekommen als in 2 Monaten auf der Kardiologie über Echokardiographie), höchstens auf den Capture-Button kann man drücken. Auf der Intensivstation ist man dann, wenn eine Schleuse zu ziehen ist. Nur auf der Klasse-Station wurde einem manchmal etwas erklärt, der zuständige Professor ist aber mittlerweile in Rente. Von motivierten Assistenzärzten konnte man einiges mitnehmen, wenn sie denn Zeit hatten. Da die fakultativen, bezahlten Nachtdienste auf der Aufnahmestation, die sehr lehrreich waren, abgeschafft wurden, ist so ein sehr interessanter Pfeiler weggebrochen.

DIe Stimmung unter den Oberärzten ist grimmig, die Assistenten und Turnusärzte ächzten unter der Arbeitsbelastung und standen teilweise kurz vorm Burnout. Viele Ärzte, die umbedingt Kardiologie in Wels machen wollten, haben sich enttäuscht einem anderen Fach zugewendet.

Daher war es wichtig, sich irgendwann von den Routinetätigkeiten abzugrenzen (Blutabnahme, Briefe schreiben, Aufklärungen machen), weil es sonst zu frustran wurde. Essen gehen ging sich immer (etwas verspätet) aus, bei der Urlaubsplanung hatte man relativ freie Hand.

Insgesamt kann in eine Famulatur oder ein KPJ-Tertial nur empfehlen, wenn man umbedingt Kardiologie machen möchte. Ein ansich sehr spannendes Fach (Kardiologie und Intensivmedizin) präsentiert sich leider in einem sehr unangenehmen Licht.

Kommentar des Klinikums

Sehr geehrte/-r Verfasser/-in,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung zu Ihrer Erfahrung an unserer Abteilung. Offensichtlich konnten wir leider nicht alle Ihre Erwartungen erfüllen. Wir nehmen Kritik ernst und arbeiten an einer steten Verbesserung. Falls Sie eine persönliche Rückmeldung machen möchten, Verbesserungsvorschläge haben oder ein Gespräch wünschen, dürfen Sie sich jederzeit bei uns melden.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem weiteren Berufsweg.

Mit freundlichen Grüßen,

Prim. PD Dr. R. Binder

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