Gehaltsvergleich Österreich

Dieses Thema enthält 87 Antworten und 30 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Anto K. vor 2 Jahre, 10 Monate.

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  • #865704
     nachtdienst 
    Mitglied

     Die Ärzte haben sich nicht angeschlossen. Liegt vielleicht an einer Gehaltsanpassung im Jahr 2008 oder so, ganz versteh ich es auch nicht. Gestreikt hat jedenfalls ausschließlich das nichtärztliche Personal.

    #865707
     schallvogl 
    Mitglied

    Na noch besser!
    Ärzte sind schon saubere Trottel. Denen hat man im Med-Studium wirklich irgendwann das Rückgrat ausgebaut.

    #865740
     arztbeibilla 
    Mitglied

    [quote=goldi] http://www.tt.com/Nachrichten/6278196-2/neue-generation-hat-keine-lust-ohne-ende-zu-operieren.csp
     

    [/quote]

    ….ich muss speiben….sofort…..ein Berliner Assistent der vor 3 Jahren von der Charite nach IBK kam erklärt uns die Welt! Herrlich:

    "Am Geld allein liege es nicht, die Arbeitsbedingungen und die Karrierechancen seien ebenso wichtig, berichtete Christian Denecke. Der junge Facharzt ist aus Berlin nach Innsbruck gekommen. Sein Resümee: In Österreich ist es besser. Die Arbeitszeiten seien kürzer, es gebe Urlaubs- und Weihnachtsgeld, dazu komme der Anteil an Privathonoraren."

    "Das monatliche Mindestentgelt für diese Verwendung beträgt derzeit € 3381,70 brutto (14x jährlich) und kann sich eventuell auf Basis der kollektivvertraglichen Vorschriften durch mit den Besonderheiten des Arbeitsplatzes verbundene Entgeltbestandteile erhöhen."




    #865745
     arztbeibilla 
    Mitglied

     Also das untere ist eine aktuelle ausgeschriebene HNO- Facharztstelle auf der Meduni! FACHARZTSTELLE wohlgemerkt…was sagt uns das? Dieser angehende Facharzt VERDIENT NETTO für eine 40h Woche 2083,-!!! Von dieser Summe ist die Ärztekammer aber NOCH NICHT ABGEZOGEN ALSO ÜBER 35 zahlt man 420,- da bleiben einem netto GANZE 1890,- EUSEN – GEIL ALS FACHARZT!

    So, Herr Denecke – lt. meinen Informationen hat ein FACHARZT in D mind. ca. 60000 brutto Grundlohn Einstieg. Hier haben wir 47000 brutto Grundlohn! Von wesentlich niedereren Lebenserhaltungskosten und besseren steuerlichen Vorteilen in D wollen wir mal gar nicht reden!

    Welche Arbeitszeiten meint er? Referenzwert sind 40h, wenn er persönlich seine Freizeit mit Forschung (siehe sein Lebenslauf) verbringen möchte, ist das sein Problem!

    Ich habe 1,50 EUR als PRIVATHONORAR erhalten, nein nicht stündlich, auch nicht täglich sondern monatlich!!!!! In Anbetracht der Tatsache,  dass man jährlich schon über 100,- Eur SVA-Beitrag zahlen muss – man macht mit dem Poolgeld sozusagen ca. 90,- Verlust jährlich!!! HAHAHAHA

    Also, man sieht oft das Problem, wenn sich Leute öffentlich undifferenziert äußern, statt lieber STILL zu sein! Seine Äußerung macht ihm keine Freunde, vielleicht wollte er einfach auch mal in der Zeitung sein!

    Übrigens, dass mag jetzt ein wenig bös und evt. ein Vorurteil sein, in der Schweiz spricht man öffentlich davon, dass sich die Arbeitskultur in Krankenhäusern durch die Deutschen wesentlich verändert hat… ihre "Art" ist oft für die Schweizer sehr befremdlich….aber sie sind leider durch Mangel auf diese angewiesen…


    #865746
     Anonym

     @ ArztbeiBilla:

    Ehrlich. du jammerst schon extrem. Nicht das ich das System super finde. Abers waere ich doch nicht emigriert. Aber in deinem Fall wuerde ich echt sagen: Verlasse den kurativen Sektor schnell oder gehe eben ins Ausland! Willst du das ganze Leben etwas machen, womit du nicht gluecklich wirst. Das System krankt extrem, aber alleine und mit Jammern wirst du es nicht veraendern. Da ist es viel leichter, seine eigene Situation zu verbessern. Ein Kollege (FA fuer Chirgurgie) hat auf der Tilak auch bereits gekuendigt und der Medizin komplett den Ruecken gekehrt. Seit dieser Zeit ist er aber wieder happy. Du musst den Knoten eben durchhacken. 

    Groetjes.

    Goldi

    Ps: Schreib doch einen Leserbrief an die TT. 

    #865748
     arztbeibilla 
    Mitglied

     Es geht nicht um Jammern, es geht darum Mißstände aufzuzeigen und hätte ich die allgemeine Unzufriedenheit und die massive Verschlechterungen in Tirol innerhalb weniger Jahre nicht selber erlebt, gäbe es auch nichts aufzuzeigen. 

    Und es geht auch darum evt. jüngeren und nachfolgenden oder unwissenden Medizinern Mut zu machen. Mut dazu, nicht wie Lemminge zu agieren, sondern einfach zu sagen "So nicht"…auch zu zeigen, dass man solidarisch sein muss, da sonst alle verlieren.
    Warum wird in politisch gelenkten Medien in Tirol immer nur beschwichtigt, wenn das Thema gerade am Laufen ist? Beispiele? 400,- Euro, nein, kein Mangel an Ärzten, nein Bezahlung ist suupii..etc. lauter Artikel um auch der breiten Bevölkerung zu suggerieren: ach, die jammern nur….

    Und wir reden mittlerweile nimmer nur von Turnusärzten! Assis und Fachärzte werden auch schon lohngedumpt und klein gehalten. In Tirol sind die Zeiten, in denen man ein gutes Auskommen als FA in der Klinik hatte in nächter Zukunft vorbei! Siehe die 1900 Euro, wenn zB. einer 50% Fachärztin nach ÄK 200,- ermäßigt!!! noch 750 Eusen übrigbleiben ist das zum schämen! 

    Ja klar emigrieren, das soll die Patentlösung sein? Ich kann dir auch zig Gründe sagen, warum nicht Jeder auswandern kann und will – das sollte auch verständlich sein! Noch sind wir ja nicht in der DDR, Flucht als einzige Möglichkeit sich zu äußern??? Da muss ich dann auch fragen, Jene, was hier die teils schwierigen Verhältnisse verändern möchten, sollen das für die tun, die später aber wieder retour kommen möchten…wenn alles wieder besser ist, oder wie?

    Man hat übrigens auch schon in der Schweiz und in D gepeilt, dass der Ösi keine hohen Ansprüche zu stellen hat, wenn du aus Tirol usw. kommst, wissen die genau, was du verdient hast…die Zeiten in denen DU hast verhandeln können sind dort auch vorbei…

    Der Leserbrief ist wie soviele schon weg!

    Grezze


    #865750
     Anonym

     @ArztbeiBilla:

    Sorry, aber hier im Forum sind die Probleme doch zur Genuege bekannt. Wenn du diese aufzeigen willst, musst du es besonders bei den Regierungen, Medien…. probieren. wir haben das Jus migrandi erfochten, weil wir damals die Petitionen an die EU gerichtet haben. Das Forum muss nicht mehr ueberzeugt werden. Hier weiss jeder, wie sch***e das System in Oesterreich ist. Emigrieren muss auch nicht die Patentloesung sein und in der tat kann es nicht jeder. Jedoch kann es eine Moeglichkeit sein, dem System zu schaden. Heute – mit Familie – wuerde es auch schwerer werden. Jedoch habe ich auch erwaehnt, dass du etwas anderes machen kannst (nicht kurativ…), MPH… => was auch immer. Aber du musst selbst eine Entscheidung treffen, wenn du nicht mehr im System gluecklich bist. Das System kann man leider nicht alleine und schon gar nicht innerhalb kurzer Zeit veraendern. Schade, aber das ist die Realitaet. Verstehe mich nicht falsch. Ich finde es gut, dass du kaempfen willst. Aber stecke die Energie besser darin, dass du Kollegen findest mit denen du zusammen ene kollektive Kuendigung (siehe Vorarlberg…), einen Streik…. durchfuehrst. In Deutschland ist der AiP auch erst gefallen, nachdem die Emigration sehr vieler Jungaerzte dem System den Boden unter den Fuessen weggezogen hat.

    Schiene Griasse in die Hoamat.

    Goldi 

    #865802
     nachtdienst 
    Mitglied

     In Ö ist die Abwanderung von Jungärzten doch auch längst Realität. Hier wird aber weder der Turnus reformiert, noch die Arbeitsbedingungen verbessertö wie in D (s. dort Abschaffung AIP). 
    Nein, hierzulande setzt man auf die Eröffnung neuer Medizinerschmieden, damit der Pool der auszubeutenden Jungärzte ja nicht kleiner wird. Und der Bevölkerung erzählen wir derweil das Märchen vom Ärztemangel.

    Noch mal zu den Ordensspitälern in OÖ. Die Ärzte haben sich dort wahrscheinlich deshalb vom Streik ausgeklammert, weil dort – zumindest gehaltsmäßig – keine homogene Gruppe existiert. Man führe sich nur einmal den Kollektivvertrag und die Betriebsvereinbarungen der Ordenshäuser zu Gemüte, da wirds einem schlecht. Es gelten dort unabhängig von der innegehabten Stelle (TA, Assi, FA, OA) noch zahlreiche weitere Unterscheidungen abhängig vom Eintrittsdatum (und ich mein jetzt nicht die Vordienstzeiten, sondern unterschiedliche rechtliche Behandlung je nach Eintrittsdatum!). Kann mir vorstellen, dass man da die Ärzteschaft nicht geschlossen an die Streikposten bringt.

    #865820
     csac8600 
    Mitglied

    Gespag (OÖ):

    Assi 1. Jahr: 37490 für 42,5 Woh + 3576 Überstundenpauschale
    Assi 2. Jahr: 38794
    Assi 3. Jahr: 40662
    Assi 4. Jahr: 41447
    Assi 5. Jahr: 44294

    #867275
     surgeon69 
    Mitglied

    Hallo liebe Kollegen 🙂

     

    Eine Frage hab' ich… und zwar bezueglich Gehaltshema KAGes…

    Die Stufen sind da… http://www.google.si/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CCwQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.kages.at%2Fdl%2Fkages_gehaltsansaetze.pdf&ei=T_uQUZbgNoTAswa_l4CgDA&usg=AFQjCNGUcKWtI4ZVOcuLVGug8OPubwu_bg&sig2=MG5qOsUWzJ7TctGt4rzNBA&bvm=bv.46340616,d.Yms

    Meine Frage: In welcher Stufe ist ein Stationsarzt der gerade anfaengt mit der Arbeit? Und wie viele Jahre vergehen, dass man 1 Stufe steigt?

    Danke. Lg

     

    #1398328
     batdoc 
    Teilnehmer

    In Anbetracht der aktuellen Verhandlungen ist dieser Beitrag mit Zahlen von vor 2 Jahren doch recht nett zu lesen… 🙂

    #14034047
     Lisa G.

    Hallo,
    also ich kann nur für die OÖ. Gesundheits- und Spitals AG (Standorte in Steyr, Kirchdorf, Schärding, Rohrbach, Freistadt und Salzkammergut) sprechen.

    Hier ist es in der Basisausbildung ein Bruttojahresgehalt von mind. € 37.800,- und bei einer durchschnittlichen 48h Woche mit 4 Nachdiensten ca. € 73.500,-. In der Fachausbildung startet man dann mit einem Bruttojahresgehalt von mind. € 43.680,- (bei 48h Woche und 4 Nachdienste ca. € 82.600,-).

    http://www.gespag.at/bildung/ausbildung-medizin/turnus-in-der-gespag.html

    lG Lisa

    #14034228
     Anto K.

    @lisa G.:
    Das sind ja wortwörtlich die Infos von der gespag homepage.
    Wie sieht das denn in der Realität aus? Hat man Anspruch auf die 4 Dienste? Kann man das vertraglich regeln?
    Und kommen da weitere Erhöhungen, da es ja diese Verhandlungen gegeben hat?

    Ich bin selber noch Medstudent, aber neugierig, wie das so realistischerweise aussieht in den ersten Jahren.
    Danach ists eh egal, schlecht verdienen wird kaum ein Mediziner denke ich.

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