Gehaltsvergleich Österreich

Dieses Thema enthält 87 Antworten und 30 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Anto K. vor 2 Jahre, 8 Monate.

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  • #99189
     golaszes 
    Mitglied

    Gehaltsvergleich Österreich

    gehaltsvergleich-österreich

    Liebe Kollegen,

    das Thema Gehalt ist ein sehr vielschichtiges, aber man merkt innerhalb der letzten 24 Monate deutliche Veränderungen. Bei uns in der Uni Innsbruck können mittlerweile an mehreren Kliniken die Stellen gar nicht oder nur schwer besetz werden und die Personalfluktuation nimmt enorme Ausmaße an. Wer kann geht weil die Schere zwischen explodierenden Lebenshaltungskosten und unveränderten Gehältern mit Familie kaum zu ertragen ist. Und D, CH und der Rest von Österreich ist nah. Ein OA mit 8-10 Arbeitsjahren bekommt mit 3 Diensten grade 2500-2600 netto…
    Da es mit den Diensten usw immer schwer zu vergleichen ist und um der Sache dennoch einen Hauch Ojektivität zu verleihen, hier die Bitte und den Aufruf an Euch: postet doch bitte mal Euere Gehälter – der Vergleichbarkeit wegen erstmal die Brutto-Jahresgrundgehälter ohne Dienste, das Bundesland und bitte das Diesntalter. Mehr Transparenz in dieser Sache ist für alle gut und die Arbeitgeber können uns nicht so einfach an der Nase herum führen. Wir hoffen sehr, dass Ihr uns helft und das dieser Threat von Trollen verschont bleibt 😉
    DANKE 🙂

    Hier mal der Anfang:
    Tirol Brutto-Jahresgrundgehälter ohne Dienste:

    Brutto Min           Brutto Max
    1= Einstieg (TA-junger Assistent)       32783,8               33896,8
    2 = 3-5 Jahre (fortgeschr. Assistent)   33896,8              35001,4
    3 = 5-8 Jahre (Facharzt)                    35001,4              36115,8
    4 = 8-12 Jahre (Oberarzt)                  36115,8              46373,6

    #853490
     Andi1234 
    Mitglied

    [quote=golaszes]

    Ein OA mit 8-10 Arbeitsjahren bekommt mit 3 Diensten grade 2500-2600 netto…
     
    [/quote]

    Waaaahnsinn, sollte das stimmen, gehört ja jeder aufn Kopf gehauen, der den Job mit dieser Verwantwortung macht! Mehr gibts da nicht zu sagen…

    So, an der Vergleichbarkeit schließe ich mich gerne an, da ja wie vorher beschrieben das benachbarte EU-Ausland auch nicht weit ist:

    Assistenzarzt in Deutschland, NRW, Tarifvertrag öffentlicher Dienst, 4. Ausbildungsjahr!:

    Jahresbrutto OHNE Dienste oder etwaige Zulagen: Euro 53.850,60

    Tschüssi, und viele Grüsse nach Austria  8)

    #853492
     f708 
    Mitglied

     Ist die Bezahlung für erfahrene OAs in Tirol so mies?? Das da noch irgendeiner bei der Nähe zu Deutschland und zur Schweiz arbeitet, finde ich sehr überraschend…

    Zweites Jahr Nö ca. 44000 brutto

    #853494
     glasalex 
    Mitglied

    kärnten, kirchliche Häuser:
    turnusarzt grundgehalt: 32990 brutto + erschwerniszulage 3426,24 = 36416 brutto

    #853496
     arztbeibilla 
    Mitglied

     Man kann es drehen, wie man will – in Österreich ist es ziemlich gleichgeschalten – das ist ja auch Sinn und Zweck der Ärzte-DDR – natürlich gibt es einige wenige absolut unterirdische Anstalten (zB. Innsbruck).
    Die 200-400 Kröten mehr oder weniger ergeben sich durch Dienste oder ÄK-Beitrag. Das Grundgehalt ist überall unter aller Würde!
    Aber anstatt sich Ärzte in Ausbildung zusammenraufen und einfach STREIKEN oder Ähnlichem, geht man lieber weiter seinen Frustweg und versucht sich möglichst viele Nachtdienste zu krallen, um auf ein gutes Auskommen zu kommen. Da kann es schon mal sein, dass in der Dienstplanbesprechung, an der man nicht teilnehmen konnte, sich ein Jüngling – frisch von der Uni – 6 Dienste unter den Nagel klemmt und dir 2 übrig lässt…und wenn du dich beschwerst, heißts "der Jüngling muss doch sein Haus abbezahlen!" Solange unter uns so eine Solidarität herrscht, ist jedes weitere Posting absolut SINNLOS! 

    #853498
     Egoist 
    Mitglied

    arztbeibilla: Solidarität brauchst du nicht zu erwarten solange sich die Leute wegen einer Assistelle oder ähnlichem perfekt gegeneinanader auspielen lassen und solange die Vergabe von Posten überwiegend auf Freunderlwirtschaft beruht und nicht auf Können.
    Aber einen positiven Ausblick gibt es: Den Ärztemangel! An vielen Orten bessert sich die Ausbildung zusehens und auch die Gehälter beginnen zu steigen! Vielleicht geht es ja dan also auch ohne Solidarität, obwohl man damit wesentlich mehr und das Ziel auch schneller erreichen würde.

    #853505
     Medizinstudent 
    Mitglied

     Assistenzarzt in Stockholm, Innere Medizin, 33000-35000 SEK brutto per Monat, ohne Dienste. Lebenserhaltungskosten exorbitant…

    #853508
     paraskewi 
    Mitglied

    ein kollege von mir der nach stockholm gegangen ist meinte, er habe im akh besser verdient als in schweden (FA Anästhesie), lebensqualität aber um welten besser.

    #853512
     Joe_the_tulip 
    Mitglied

    Evangelisches Krankenhaus 1180 Wie:
    ~1670 brutto inkl. Erschwerniszulage und Überstundenpauschale (8h/Woche) => ~23000 brutto im Turnus;
    Maximales Gehalt mit 4 Diensten (3×52€ + 1×350€ Zuschlag), davon 2 am WE: 2200 brutto/Monat; mehr Dienste sind selten.
    Dazu kommen Sonderklassegebühren von fix 1100/Monat 12x

    Assistenten haben ein sehr ähnliches Gehalt (iirc etwas weniger Gehalt, weil ihnen im ND 4h fix für potentielle Belegpatienten abgezogen werden) dafür mehr Sonderklassegebühren.

    Wiener Privatklinik zahlt ein ähnliches Grundgehalt (5 Dienste im GGH integriert, dafür iirc 105€/Dienst Zuschlag). Sonderklassegebühren weiß ich nicht.

    #853514
     Medizinstudent 
    Mitglied

    Die Anästhesie in Schweden ist mit der in Österreich nichtmal ansatzweise zu vergleichen, was die Arbeitsbedingungen betrifft, Narkoseschwestern, die alles mögliche machen und damit einen grossen wichtigen Teil der Arbeit erledigen usw…

    #853515
     nachtdienst 
    Mitglied

    Cooler Thread! Genau sowas brauchen wir!!!

    Oberösterreich, Ordensspital, 1. Jahr Turnusarzt in Ausbildung zum FA (Totalanfänger), 
    Jahresbrutto: 42700,- (=14 Bruttogehälter, exkl. Dienste, Zulagen, etc.)

    *schluck*

    #853516
     scandoc 
    Mitglied

    [quote=Medizinstudent]Die Anästhesie in Schweden ist mit der in Österreich nichtmal ansatzweise zu vergleichen, was die Arbeitsbedingungen betrifft, Narkoseschwestern, die alles mögliche machen und damit einen grossen wichtigen Teil der Arbeit erledigen usw…[/quote]

    uhh.. wenn das schallvogl erfährt.. 😀

    ich füge noch infohalber norwegen dazu:

    einstiegs-mindestlohn als turnusarzt: ca. €50.000 brutto im jahr zuzüglich 11% urlaubsgeld (wird im folgejahr ausbezahlt)
    mindestlohn als facharzt: knapp unter €100.000 brutto zzgl. 11% urlaubsgeld.

    lebenserhaltungskosten: sehr exorbitant, trotzdem relativ gute kaufkraft (europaweit an dritter stelle, österreich an siebenter). die frage der lebensqualität abseits des jobs ist natürlich eine sehr individuelle.

    #853518
     scandoc 
    Mitglied

    PS: und es gibt KEINEN wohlfahrtsfonds in norwegen, und auch keine ärztekammer :bigsmile:

    #853521
     schallvogl 
    Mitglied

    Wer betreibt in Norwegen die INteressensvertretung? Ärztegewerkschaft à la Marburger Bund?

    Ad Joe-the_Tulip: Nicht vergessen: die Sonderklassegelder im Privatspital sind brutto. Am Ende bleibt Dir da nur die Hälfte über.

    Ad Medizinstudent und scandoc: Wie hoch ist die Abgabeenquote in dieser Gehaltsklasse in Schweden/Norwegen, d.h. wieviel netto bleibt einem vom brutto?

    Zur Komplettierung noch: Assi im 5ten Jahr beim KAV: 42000 € brutto Grundgehalt. Fixe Zulagen (ohne Dienste) nochmal knapp 12000 €. Dienste und Überstunden dann antürlich variabel. Sonderklassegelder natürlich auch variabel (bei mir im Moment ca 6000 € brutto)

    #853525
     Medizinstudent 
    Mitglied

    [quote=schallvogl]Wer betreibt in Norwegen die INteressensvertretung? Ärztegewerkschaft à la Marburger Bund?
    Ad Medizinstudent und scandoc: Wie hoch ist die Abgabeenquote in dieser Gehaltsklasse in Schweden/Norwegen, d.h. wieviel netto bleibt einem vom brutto?
    [/quote]

    In Schweden gibts den Läkareförbund, dem man freiwillig beitreten kann und der sich im Gegensatz zur österreichischen ÄK bei Bedarf sehr fuer Spitalsärzte einsetzt…

    Die Faustregel in Schweden – bis 30 000 SEK pro Monat 30 % Steuern, alles darueber wird mit 50 % besteuert – hat eigentlich bei mir immer genau so zugetroffen. Mit Diensten oder z.b. als selbstständiger Leasingarzt, die sich selbst "vermieten", kann man in Schweden, weil Steuervorteile, sehr gut verdienen und wenn man keinen Stress hat im Fach weiterzukommen dies schon direkt nach dem Turnus.

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