Aufklärung als Turnusarzt

Dieses Thema enthält 155 Antworten und 15 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Medicus2010 vor 3 Monate, 2 Wochen.

  • Autor
    Beiträge
  • #797480
     rambo 
    Mitglied

    [quote=schallvogl]

    Ja, ABER:

    ein Turnusarzt KANN per definitionem für keine Behandlung und daher auch für keinen Teil einer Behandlung alleinverantwortlich zuständig sein.

    [/quote]

    wer sagt, dass man das so folgern kann? denke nicht, dass das automatisch so ist. würde sagen, dass der turnusarzt für TEIL der behandlug (die von der aufnahme bis zur entlassung reicht) durchaus (allein)verantwortlich sein könnte. das der turnusarzt für KEINEN teil der behandlung alleinverantwortlich ist, wird der richter wohl net so sehen.

     

     

    #797486
     schallvogl 
    Mitglied

    [quote=rambo]

    [quote=schallvogl]

    Ja, ABER:

    ein Turnusarzt KANN per definitionem für keine Behandlung und daher auch für keinen Teil einer Behandlung alleinverantwortlich zuständig sein.

    [/quote]

    wer sagt, dass man das so folgern kann? denke nicht, dass das automatisch so ist. würde sagen, dass der turnusarzt für TEIL der behandlug (die von der aufnahme bis zur entlassung reicht) durchaus (allein)verantwortlich sein könnte. das der turnusarzt für KEINEN teil der behandlung alleinverantwortlich ist, wird der richter wohl net so sehen.

    [/quote]

    Ja und nein. Ich meine, wenn der TA was eigenmächtig macht, ist er natürlich verantwortlich. Da fällt er dann in die Einlassung, und dafür gibt es natürlich vom Richter was auf den Kopf.

    Der Punkt ist: Er kann von den Ausbildnern verlangen, daß sie die Verantwortung übernehmen, und die MÜSSEN es machen.

    Und wenn der FA etwas absegnet ist der TA nicht mehr verantwortlich.

    #797495
     Gibbon 
    Mitglied

     Die Argumentation mit dem TA geht davon aus, daß sich die Ausbildner regelm. über den Kenntnisstand informieren müssen, was (auch rechtlich nachweisbar) in der Praxis ein Fremdwort ist. Wenn jetzt der TA irgendetwas  mit blöden Konsequenzen anstellt, wird das Gericht überprüfen müssen, ob man dies dem TA nach seinem Kenntnisstand überhaupt schon zutrauen durfte – und da wird es denn mit dem konkreten Nachweis düster.

     

     

    #14037442
     Medicus2010 
    Teilnehmer

    Ich hätte 2 Fragen bzgl. der Aufklärung: Wie haltbar ist ein Revers kurz vor einem Eingriff, wenn er durch einen Turnusarzt durchgeführt wurde, der noch nie bei dieser Art von Eingriff dabei war, und
    ab wann ist ein Revers vor Gericht wasserfest? Welche Kriterien werden dafür herangezogen?

    #14037451
     bobb 
    Teilnehmer

    Kurz vor dem Eingriff ist sicher zu spät … die Aufklärung muss am Tag davor erfolgen, damit genug Bedenkzeit vorhanden ist.

    Zudem muss bei einer Aufklärung durch den TA diese von demjenigen der den Eingriff durchführt wiederholt werden.

    #14037595
     Medicus2010 
    Teilnehmer

    Danke! Ich hab noch folgende Info dazu bekommen: Und zwar dass es letztendlich die Entscheidung des jeweiligen Fach- bzw. Oberarztes ist und dass die Dokumentation des Satzes „ich verzichte auf die Bedenkzeit und hätte mich auch operieren lassen, wenn ich früher aufgeklärt worden wäre” sowie eine gute Dokumentation notwendig ist. Evt kann das jemand bestätigen, der sich mit Med. Recht besser auskennt!

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