Assistenzarzt in Schweiz fortsetzen

Dieses Thema enthält 6 Antworten und 3 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Andi1234 vor 6 Jahre, 4 Monate.

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  • #122380
     lauren202 
    Mitglied

     Hi hier ist die Sana!
    Ich komme ursprünglich aus Ö, Tirol und arbeite seit ca 3 Jahren in Dtl. Aus privaten Gründen werde ich in die Schweiz ziehen. Meine Frage ist, wie ist die Anrechenbarkeit aus Dtl in die Schweiz (die 3 Jahre Innere Medizin Ausbildung). Ist es generell schwer von der Bürokratie her? Leider ist das Weiterbildungsprogramm zu Innere Medizin viel zu kompliziert, niemand kann mir am Telefon (ob Ö,Dtl, CH) eine konkrete Info geben.

    Bitte helft mir!  🙁

    #864275
     Elender_Streber 
    Mitglied

    Hi, eine konkrete Aussage wird dir kaum jemand geben…in der Schweiz ist es sicher kompizierter mit der WB! Zuerst mal auf die FMH-Seite gehen und dort die WB-Ordnung und Logbuch (andere Inhalte als in GER) ansehen/herunter laden. Dort wirst du eine Differenzierung in A-, B- (werden zusehens seltener) sowie C-Kliniken/Kategorien sehen. C-Kliniken sind oft Rehakliniken etc.. A eher Uniklinik oder grosses Kantonsspital (grosser Andrang, schon schwieriger einen Platz zu bekommen). Nach drei Jahren Innere (so ist die Empfehlung) hast du Teil1 der FA-Prüfung und zwar aus Allgemeiner Innerer Medizin, MultipleChoice und zwar auf Englisch (!), MKSAP. Am Ende deiner WB hättest dann eine abschliessende Prüfung und nach 4000.- CHF Gebühr bekommst den FA (FMH), super!

    Alternative: In der Schweiz arbeiten und sich so seine fehlenden Zeiten für den deutschen FA holen. Entweder in einer deutschen ÄK bleiben, oder falls du raus fliegst kurzzeitig später wieder in GER arbeiten um hier als ÄK-Mitglied zur FA-Prüf. antreten zu können. So machen es die meisten (Deutschen).

    Lg.

    #864276
     lauren202 
    Mitglied

     Vielen Dank für deine schnelle Info :). So in etwa hab ich das jetzt verstanden, jetzt stellen sich die Fragen. Wenn ich 3 Jahre schon in Dtl gearbeitet habe, wie wissen die in CH, welche Kategorie mein Spital hier in Dtl hat. Ist die Anrechenbarkeit sehr schwer oder läuft da alles glatt?
    Ich weiß dass man 1,5 Jahre (idem 18 Monate) Basisweiterbildung in der CH machen muss, also werde ich wohl oder übel die anderen 1,5 Jahre verlieren bzw nicht angerechnet kriegen :(.

    Leider ist es schwer in der Schweiz den deutschen FA zu machen, da man ein ganz anderes Logbuch vorbringen muss (zB Ultraschalle, Endoskopien sammeln).

    LG Sana

    #864285
     Elender_Streber 
    Mitglied

    Auf eine übergrosse Kulanz bzgl. Kategorien-Anrechnung würde ich bei den Eidgenossen nicht bauen(evtl. bekommst du 3 Jahre C-Kategorie angerechnet, soll heissen du müsstest in der Schweiz bald in eine A-Kategorie)…die Schweizer sind sehr stolz auf ihre WB (und zu Recht!) und sehen sich schon über dem EU-Niveau, wobei… in welchem deutschen Bundesland bist du denn? Normalerweise rechnet dir die jeweilige deutsche ÄK das FMH-Zeugnis/Logbuch an…alles an WB was in der Schweiz als gültige WB für die FMH gilt wird auch in GER oder AUT angerechnet (sollte zumindest so sein).
    Was auch eine Möglichkeit wäre dass du dich informierst und zwar bei deiner deutschen ÄK: denn es gibt nicht wenige schweizer Kliniken die sowohl FMH- als auch deutsche Zeugnisse ausstellen! Die Frage ist wohin ziehst du und wer hält da wieviel WB-Berechtigungs-Zeiten nach dem deutschen Modell!? Das wäre wahrscheinlich die einfachste Lösung.
    Oder arbeite in der Schweiz und lass dir die FMH-Zeugnisse ausstellen und reiche am Ende alles bei der ÄK in AUT ein und mach dort deine Prüfung…das ist der Vorteil der EU/EWR… Schweiz ist voll eingegliedert in die Harmonisierung…Anrechnungen sollten also alle klappen! 😉

    #864292
     Andi1234 
    Mitglied

    Wenns so einfach wäre… Ja, man kann die Zeiten in Österreich anrechnen lassen und dann die FA-Prüfung machen, allerdings fehlt dann im Fall Innere noch 1 Jahr Gegenfach….

    Anrechnung in D und FA-Prüfung zwar möglich aber vom guten Willen der jeweiligen LÄK abhängig. Macht nicht jede mit…

    #864329
     Elender_Streber 
    Mitglied

    @andi: Kennst du ein paar Beispiele für gute oder schlechte LÄK in GER im Sinne einer kulanten Anrechnung? Früher wars in Hamburg recht fein… Wenn man ein paar Monate in GER arbeitet sollte man schon zur Prüf zugelassen werden! Und angeblich genügt es wenn du Wohnsitz im jeweiligen Bundesland hast (meldeamtlich- irgendwen kennt man ja immer wo man sich kurzzeitig einnisten kann)und "arbeitssuchend" bist für die Zulassung zur FA-Prüf… Ich weiss nur dass, abgesehen vom Logbuch und den Inhalten, die Mindestzeiten für eine Gleichwertigkeit erfüllt sein müssen. Soll heissen, wenn du in GER dein Fach machst (zB in 5 Jahren), zur FA-Prüf, warum auch immer, in AUT hin gehst (Mindest-WB-Zeit 6 Jahre)..könnte die hiesige ÄK Probleme machen…wird sie wahrscheinlich sogar sicher!
    Ich finde das der einfachste (von der Bürokratie her) Weg für die Kollegin der deutsche FA ist!
    Das Gegenfachjahr für AUT für Innere wird wohl nicht schwer sein! Vielleicht hat sie ja den Turnus oder einen Teil davon gemacht!? Angerechnet wird da ja fast alles…
    In der Schweiz braucht man übrigens auch ein Fremdjahr
    !

    #864346
     Andi1234 
    Mitglied

     @Elender_Streber:

    So genau kann ich es Dir nicht sagen… ich kenne einen Fall einer Kollegin, welche nach ca. 4 Jahren Fach aus NRW zurück nach Ö ging und sie hatte eben auch die Idee, quasi die restliche Zeit in Ö fertig zu machen und dann in D (also im Bundesland NRW) die FA-Prüfung zu machen und sich somit quasi etwas Zeit zu sparen (weil eben keine Gegenfächer). Aber die AEK Nordrhein hat sich angeblich komplett quergestellt und sie macht jetzt Gegenfächer und FA-Prüfung in Österreich. Ich hätts mir auch nicht gedacht, dass da gar nix geht…

    Die Entscheidung, bei einer FA-Prüfung zugelassen zu werden liegt bei der jeweiligen LÄK in D. Ich denke aber auch, dass die Situtation anders ist, wenn man quasi aus dem (EU-)Ausland nach Deutschland zurückkehrt mit neuem Arbeitsvertrag und Wohnsitz in D…

    Letztlich hab ich irgendwo in der Bundesärzteordnung mal gelesen, dass man mindestens 1,5 Jahre in D als Assi gearbeitet haben muss, um dort zur FA-Prüfung zugelassen werden. "Sana.lein" muss sich eben gut erkundigen vorher…

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