Schaden oder nützen die neuen Primary Health Care Einrichtungen?

Leserbrief – Ich komme nicht umhin mich zu fragen, warum statt neuer Primary Health Care (PHC) Zentren nicht bereits bestehende Ambulatorien der Krankenkassen soweit ausgebaut werden, dass sie zu einer Entlastung der Spitalsambulanzen beitragen könnten? Die GKK in Mariahilf schließt zum Beispiel meist um 14:00 ihre Pforten, bereits bestehende Infrastruktur könnte mit mehr Personal doch länger genutzt werden? Hat darüber schon mal jemand nachgedacht?

Das Problem mit dem Quartal

Während meines Sommerurlaubes war eine Patientin mehrmals zu einem Verbandswechsel im PHC Mariahilf. Es war recht mühsam, die Assistentin dort danach telefonisch davon zu überzeugen, dass die eCard wieder freigeschaltet werden soll für meine Praxis.

Wettbewerb statt Ergänzung

Da wurde mir erst bewusst, was für eine Konkurrenz für uns niedergelassenen praktische Ärzte die PHC sind: Die ersetzen ja gar nicht die Ambulanzen, die sperren unsere eCards! Als Alleinkämpferin kann ich mit diesen Öffnungszeiten nicht mithalten, da laufen mir alle “einfachen Patienten” mit unkomplizierten Diagnosen und Therapien davon. Übrig bleiben meine ungleich arbeitsintensiveren psychosomatisch erkrankten Patienten und Patientinnen, die ihre Beschwerden nicht jedes Mal jemand anderem erzählen wollen und bei Kassenpsychiatern erst nach ca. 4-8 Wochen einen Termin bekämen und das wird mir nicht einmal honoriert. Ich bin frustriert!

Eine Allgemeinärztin aus Wien (Name der Redaktion bekannt)

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15.10.2015

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