Diskussionen nach den ÖH-Wahlen

Dieses Thema enthält 65 Antworten und 20 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  karinazo4 vor 3 Wochen, 6 Tagen.

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  • #867955
     wbs 
    Moderator

    Ich geb’ Dir nur Recht. Das Thema wird leider nicht verschwinden, ich check’ überhaupt nicht warum die AG nicht zur ÖVP stehen will, da würden’s so viele ÖVP-Stammwählerstimmen dazugewinnen… Und ihre ganzen unabhängigen Anhängsel auch.

    Aber egal, ich würd’ mir auch nur wünschen, Relevanteres zu diskutieren als Parteibücher und Studentenverbindung. Sollen sich halt alle, die sich eine Meinung dazu bilden wollen das Geschehen dort mal ansehen. Ich glaub’ kaum, dass man dort mit einer Gehirnwäsche per Hypnose begrüßt wird, aber möglich ist natürlich alles…

    Wir haben jetzt Vertreter gewählt, die behaupten falls sie in den Senat kommen, nicht einfach zu kuschen. Wie das mit der ÖMU war wissen auch alle “nur” von Gerüchten, die Betroffenen selbst scheinen sich ja nicht äußern zu wollen…

    Die gegenseitigen Sticheleien nerven einfach nur, am besten geht man mit Ignoranz damit um, sonst wird’s nur schlimmer. Klar macht’s Spaß, mir natürlich auch, sein muss es trotzdem nicht und bringen tut’s auch recht wenig.

    #867956
     Dr. DaMan 
    Mitglied

    [quote=rainer001]

    … jetzt eben als Opposition aber da werden wir auch viel bewegen….

    [/quote]

     

    "Opposition"? *es-rinnt-mir-kalt-den-rücken-runter*

    Wir sind hier auf einer Uni und nicht im Parlament! 

     

    Die Partein haben kaum unterschiedliche Standpunkte, warum  hier künstlich fragmentieren? bää

    #867957
     wbs 
    Moderator

    Fraktionen nicht Parteien. Wir sind hier auf einer Uni und nicht im Parlament!

    #867971
     mutldeluxe 
    Mitglied

    Lieber Wolfgang, richtig, Fraktionen (oder besser: Wahlwerbende Gruppen, wie sie das Hochschülerinnen- und Hochschülerschaftsgesetz kennt), nicht Parteien sind an der ÖH die AkteurInnen, aber das ist ja das eigentliche dialektische Problem;

    Exkurs: Die einzige politische Insitution, wo in Österreich wirklich unabhängig draufstellen sollte, ist meiner Meinung nach die Kronenzeitung (da alles andere von ihr abhängt ;)…)

    Leider wird aber diese Unabhängigkeit so gerne auf die eigenen Fahnen dieser "Fraktionen, nicht Parteien" geheftet. Nur manchmal entbehrt das eben jeder Grundlage. Nur, weil nicht der Verein an sich bei einer Partei auf der Gehaltsliste  steht/sich im Netzwerk befindet, macht es diesen nicht unabhängiger, wenn dies auf einen Gutteil der VereinsfunktionärInnen zutrifft.

    Die Verschmelzung von VSStÖ und SPÖ wird doch niemand bestreiten, ist doch zweitere sogar teilweise aus ersterem hervorgegangen.

    Ähnlich ist es bei den anderen Linken wie den GRAS oder den verschiedenen KSVs.

    Auch ganz rechts hat man wenig problem damit, sich der eigenen "Muttergesinnungsgemeinschaft" unterzuordnen.

    Nur in der konservativen "Mitte-rechts"-Liga ist es immer so schwierig… Schämt man sich denn für seine Überzeugungen?

    Nun zum Thema: Wie viele Mitglieder der ÖMU sind denn aktiv bei anderen "Parteien" als der ÖVP und ihren Vorfeldorganisationen tätig? Wieviele im Gegensatz dazu bei eben jenen? Und nach der Beantwortung dieser Frage verschwimmt die Grenze zwischen "Partei" und "Fraktion" wieder zunehmend, auch wenn man sich so schön unabhängig nennt.

    Ich geh halt da immer mit der Informationstheorie, in der hinlänglich akzeptiert wird, dass Information das ist, was beim Empfänger ankommt, und nicht das, was vom Sender emmitiert wird (=Signal). Wenn also bei den EmpfängerInnen immer öfter ankommt, dass es mit der Unabhängigkeit da etwas hapert und diese Fraktionen dann mit Parteien verwechselt werden, auch wenn rechtlich nicht korrekt, sollte man entweder das Signal adaptieren (Konzept der Unabhängigkeit verwerfen) oder die Störgeräusche (diverse einschlägige politische Betätigungen) ausschalten ;)…

    Sorry, wenn das wieder off-topic gewesen sein sollte 😉 (aber dann könnten wir ja noch einen weiteren Thread andenken 😉 )

    #867972
     wbs 
    Moderator

    Lieber Mag. Helmuth,

    ich wollte mit dem Post die Wortklauberei von Dr. DaMan satirisch nachäffen, um die Lächerlichkeit einer solchen darzustellen. Natürlich hast Du Recht. Die Frage ist, wie “Unabhängigkeit” definiert wird. Organisatorische und finanzielle Unabhängigkeit ist bei der ÖMU gegenüber der ÖVP gegeben, ebenso wie organisatorische und finanzielle Unabhängigkeit von der AG. Dass man mit “Wir sind organisatorisch und finanziell unabhängig von politischen Fraktionen, haben aber inhaltliche und ideologische Nähe, viele unserer Mitglieder sind auch bei der Partei Mitglieder und andere ÖVP-Mitglieder spenden uns auch Geld!” als Schlagwort auf einem Wahlplakat hausieren geht, wird ja wohl jedem einleuchten.

    Und wie weiter oben schon erwähnt (würde wohl keiner in einem “Fragen an die UFMUW”-Thread, erwarten, weshalb’s wohl einfach ignoriert oder vergessen wird für den weiteren Verlauf der Diskussion): Ich check’ nicht, warum die da so herumspinnen, der AG kauft jeder die “Unabhängigkeit” weniger als dem VSStÖ seine Pseudoauflehnungsaktionen gegen die SPÖ. Und ÖVP-Stammwähler können vergrault werden dadurch. Wir können gerne einen Thread starten, in dem wir planen wie die AG überzeugt werden könnte, eine Unterorganisation der ÖVP zu werden, damit sie vielleicht irgendwann irgendwer wieder wenigstens ein bisschen Ernst nimmt. Ohne Konkurrenz ist’s ja auch fad.

    #868008
     ateiram 
    Mitglied
     
    Da sich seit der Wahl einiges getan hat, hier ein kurzer Überblick:
     
     
    Besonders wichtig ist uns eine gute Zusammenarbeit innerhalb der ÖH, deshalb haben wir bereits kurz nach dem Wahlergebnis begonnen Gespräche mit anderen Fraktionen zu führen. Treffen mit dem VSSTÖ haben bereits stattgefunden, jene mit der ÖMU wurden aufgrund terminlicher Unvereinbarkeiten des Gesprächspartners auf die kommende Woche verschoben. 
     
     
    Am 27. Mai fand schließlich die konstituierende Sitzung der neuen Universitätvertretung statt, in welcher von den Mandataren auch der UV-Vorsitz für die kommende Amtsperiode gewählt wurde. Wir freuen uns darüber, euch das neue Team, bestehend aus Sarah Schober (Vorsitzende), Mathias Schneeweiß (1. Stellvertreter) und Mirijam Müller (2. Stellvertreterin), präsentieren zu dürfen.
     
     
    Die Entsendung der Studierenden in den Senat – und zwar nach dem aktuellen Wahlergebnis – ist für eine dynamische und innovative ÖH-Arbeit enorm wichtig. Außerdem geht es dabei auch um die Wahrung der Interessen aller Studierenden. Wir setzen uns mit ganzer Kraft dafür ein, dass eine Entsendung in dieser Form auch geschieht und werden euch natürlich informieren, sobald es konkrete Ergebnisse gibt.
     
     
    Wir sind uns sicher, dass alle Fraktionen der ÖH momentan fleißig daran arbeiten, alles für die Amtsübergabe am 1. Juli vorzubereiten – denn auch wenn die meisten von uns gerade mitten im Lernstress für die SIP stecken, gilt es so schnell wie möglich und unter den besten Voraussetzungen in die ÖH-Arbeit zu starten.
     
     
    Liebe Grüße,
    Deine UFMUW
    #868172
     mutldeluxe 
    Mitglied

    Lieber PoT, vielen Dank, dass du nun nach einiger Zeit (des Nachdenkens?) in diesen Thread zurückgekehrt bist. Das ist doch mal schön, dass wir einer Meinung in Bezug auf die Unnötigkeit und Gefährlichkeit von Seilschaften sind, und das möchte ich einfach so stehen lassen.

    Nur eine kleine Kritik an deinen Äußerungen bleibt mir offen: Denen, die ich in meiner linearen Denkweise als mitte-rechts bezeichne, würde ich keinesfalls ungeteilt den Stempel "liberal" aufdrücken; genau dies ist aber ein weit verbreitetes Muster unter den Rechten, sich auf dem Familienfoto immer gerne etwas in die Mitte zu drängen: Lenk, K. (1994). Rechts, wo die Mitte ist: Nomos Verlagsgesellschaft. Das selbe Buch beinhaltet auch ein Kapitel, das den interessanten Namen "Zur Un-Vereinbarkeit von Liberalismus und Konservatismus" trägt. Genau diese Unvereinbarkeit, welche seit dem 19. Jh. und dem Aufkommen der drei großen Strömungen unzweifelhaft gegeben ist, wird aber umsolieber verschleiert, da es doch viel besser klingt, sich die Schlagworte der franz. Revolution auf die Fahnen zu heften als die ihrer GegnerInnen, gibt es doch sowieso keine wirklichen "Liberalen" mehr, die sich darüber aufregen könnten.

    So, nun zurück zu deiner Kritik an meinen Beiträgen: Ich werde dann nicht mehr – wie du es nennst – auf den "persönlichen politischen Interessen" von führenden Persönlichkeiten innerhalb der ÖMU wie Rainer, Christian, Stefan, und und und… "herumreiten", wenn es innerhalb dieser Gruppierung mit dem Anspruch politischer Unabhängigkeit und liberaler Weltoffenheit genausoviele Mitglieder mit anders orientierten "persönlichen politischen Interessen" gibt (wir können ja zum Schluss unter Anwendung des Chi²-Tests auf Gleichverteilung überprüfen 😉 ) als solche, die Abends ihren Deckel zur Hand nehmen und in die Bude eilen. Denn sonst könnte die Gefahr bestehen, dass die "liberale Breite" dieser Gruppierung leider als etwas zu "rechtsschief" gesehen würde.

    Mit liebem Gruß und viel Spass beim Lesen einer weiteren von meinen "dummen Aussagen",

    vorzüglichst Dein Helmuth.

    #868177
     dr_pille 
    Mitglied

    Liebe ufmuw,

    eure Mutterfraktion, die Fachschafftsliste, spricht sich gegen Aufnahmetests aus, ihr auf der MUW jedoch seid dafür. Wie kann ich mir das jetzt vorstellen wenn die Vertreter der FLÖ in der Bundesregierung Lobbying gegen einen Aufnahmetest betreiben?

    LG

    #868197
     mutldeluxe 
    Mitglied

    Vielen Dank für deine raschen  Beleidigungen, lieber PoT!

    Jedoch trüben diese nicht die Genugtuung, dass die Studierenden an der MedUni sich ihr eigenes Bild – auch ohne die von mir verbreiteten Lügen, wie du es nennst – gemacht haben!

    Mit liebem Gruß

    #868206
     wbs 
    Moderator

    Threadtitel aktualisiert. Danke, dass sich hier alle mit so viel gegenseitigem Respekt, Verständnis und Toleranz begegnen und so wahnsinnig konstruktive Diskussionen führen.

    #868223
     pivot 
    Mitglied

    Was war deiner Meinung nach der Grund für das niedrige Wahlergebnis?

    #868231
     mutldeluxe 
    Mitglied

    Sicher eine böse, böse linke Intrige…

    #868330
     schallvogl 
    Mitglied

    Lieber PoT,

    Weil Du den lieben Martin Andreas erwähnt hast,

    was Du auch nicht vergessen darfst: es gab früher keine Alternative (für Nicht-Sozialisten) wie die UFMUW.

     

    Es gab schon damals genug Leute, die Andreas und seine ÖMU-Partie abwählen hätten wollen, aber für die der VSStÖ nie ernsthaft in Frage gekommen ist.

    Das hatte aber auch nur am Rande was mit einer etwaigen CV-mitgliedschaft zu tun, sondern eher damit, daß die ÖMU'ler schon damals als Karrieristen verschrien waren, die ihren Posten bei der ÖMU/ÖH primär als Sprungbrett für ihre eigene Karriere im AKH und/oder bei der Ärztekammer nutzten.

     

    Und, oh Wunder:

    http://www.aerztezeitung.at/archiv/oeaez-2011/oeaez-22-25112011/interview-martin-andreas-standespolitik.html

    https://betr1ebsrat.wordpress.com/tag/martin-andreas/

    http://gesundheitspolitischesforum.at/wp-content/uploads/downloads/2012/02/MTA_07_2012_s18.pdf

    http://www.meduniwien.ac.at/homepage/news-und-topstories/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=280&cHash=e7d68e57fc

    (Die im letzten Link ebenfalls erwähnte Fr. Dr. Böhm, war übrigens die Nachfolgerin vom Herrn Dr. Andreas)

     

    Solche Leute nennt man auf Wienerisch G'schaftlhuber. Und die sind nie sonderlich sympathisch.

    #868337
     ateiram 
    Mitglied

     

    Lieber dr_pille,

    Die 2 Mandate, welche die MUW für die Bundesvertretung der ÖH innehat, wurden aufgrund des Wahlergebnisses folgendermaßen verteilt: 1 Mandat ging an die ÖMU, 1 Mandat an die UFMUW. Dies ermöglicht uns, einen

    Vertreter/eine Vertreterin aus den Reihen der UFMUW auf die Bundesvertretung zu entsenden. Dieser/diese hat dadurch die Möglichkeit, aktiv und vor Ort mitzuentscheiden, was auf dieser Ebene der ÖH geschieht – auch in Punkto Zugangsbeschränkungen und Aufnahmetests. Somit stellen wir sicher, dass die Interessen der Studierenden der MUW auch auf der Bundesvertretung gewahrt bleiben.

    An der MUW gibt es eine Urabstimmung der Studierenden, welche für die ÖH MUW – und somit zukünftig auch für uns – bindend ist und bei welcher sich die Mehrheit für Zugangsbeschränkungen ausgesprochen hat.

    Bereits vor den Wahlen haben wir das Thema "freier Hochschulzugang" mit den Fachschaftslisten Österreichs besprochen und sind zu dem Konsens gekommen, dass es in der aktuellen Situation auf der MUW nicht möglich ist, den Aufnahmetest abzuschaffen. Wir setzen uns gemeinsam dafür ein, dass Schüler und Studierende besser beraten werden um eben‪  dort zu inskribieren, wo ihre Stärken liegen. Eine Entwicklung in diese Richtung könnte Aufnahmetests in Zukunft unnötig machen. Es gibt dazu bereits sehr unterstützenswerte Projekte der Bundesvertretung sowie der jeweiligen Universitätsvertretungen, wie zum Beispiel die Studierenden- und MaturantInnenberatung, die für die Umsetzung dieses Ziels richtungweisend sind.

    Bei weiteren Fragen wende dich gerne direkt an uns unter ufmuw@ufmuw.at oder  fb.me/ufmuw.

    Liebe Grüße,

    Deine UFMUW

    #868338
     ateiram 
    Mitglied

     

    Liebe KollegInnen und Kollegen,

    Wir wollen gerne weiterhin eure Fragen beantworten. Da sich dieser Thread jedoch von einer sachlichen Diskussion wegentwickelt hat, bitten wir euch, eure Fragen direkt an die UFMUW zu stellen. Dies geht entweder über E-Mail (ufmuw@ufmuw.at) oder auch über facebook (fb.me/ufmuw).

    Zur Diskussion über der Mitgliedschaft von Frédéric Tömböl beim MKV haben wir bereits Stellung genommen. Wir laden aber alle herzlich ein, weitere Fragen diesbezüglich im persönlichen Gespräch mit uns zu klären!

    Liebe Grüße,

    Eure UFMUW

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