Medizinstudium Wien – Aufwand eines Studiums?

Dieses Thema enthält 50 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  KingDon vor 3 Monate, 3 Wochen.

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  • #868612
     KingDon 
    Teilnehmer

    Ok danke für die gute Erklärung!

    Es ist aber generell auf jeden Fall machbar mit 2 Nachtschichten ein Studium zu bestehen.

     

    Wenn man vom studieren und Studenten ließt, dann meistens dass sie kein Geld haben und zu Hause wohnen.

    Das ist bei mir aber nicht möglich und viele (zB meine Schwester) sind der Meinung, dass Studieren und 25 Stunden Job nicht funktionieren.

    Das kann ich mir aber nur vorstellen, wenn man eben fixe Arbeitszeiten unter der Woche hat.

     

    Ich plane lieber alles gut im vorhinein, da ich nicht meinen jetzigen sicheren Job aufgeben möchte, um dann blöd da zu stehen.

     

    Verzeiht also bitte falls ich euch nerve.

     

    MfG

    #868614
     Auryn 
    Teilnehmer

    Lass dich nicht nervös machen vom Gesudere anderer Leute – viele lernen (auch aus Unwissen heraus) falsch, konzentrieren sich zuwenig dabei und trödeln generell gern 🙂

    Mit zwei Nachtschichten pro Woche musst du dir sicher keine Sorgen machen einem Medizinstudium nicht gewachsen zu sein, zumal du mit deiner Elektrotechnik-Ausbildung bestimmt auch einige Fähigkeiten in Richtung mathematisches/naturwissenschaftliches Grundverständnis mitbringst.

    Dass du dir vorab schon so viele Gedanken bezüglich deiner finanziellen Ressourcen und Machbarkeit von Arbeiten + Studieren machst, spricht ja ebenfalls für eine gewisse Disziplin und die ist meiner Meinung nach die einzige Voraussetzung dass man alles unter einen Hut bekommt.

    Falls es dir was hilft: ich habe ein zweites Diplomstudium neben Medizin und Arbeit abgeschlossen und mache jetzt nebenbei noch das Doktorat. Subjektiv war mein Zweitstudium sogar aufwändiger als Medizin. Gearbeitet habe ich immer 20-30h/Woche, früher u.a. auch am Wochenende, jetzt nur noch wochentags – und aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: es geht sich alles aus 🙂 Viele Medizinstudenten arbeiten auch in Ordinationen, da man dort das Erlernte praktisch anwenden kann und nebenbei auch noch viel lernt. Freie Wochenenden sind halt rar, aber dafür ist das Medizinstudium wirklich ein Traum (abgesehen von unserer chaotischen Uni)! Also: riskiers!

     

    #868615
     Supermario 
    Mitglied

    Was ich auf jeden Fall auch in Betracht ziehen würde wäre stärker auf Arbeiten im Sommer aufzubauen – ich denke in 3 Monaten sollte man als Ing. für Elektrotechnik schon ein wenig Geld verdienen können (für die Steuer wird ja – wenn ich mich nicht ganz täusche – das Jahreseinkommen herangezogen, weshalb du da wohl auch weniger Abgaben hättest, also jetzt wo du ganzjährig arbeitest).

     

    "Demnach hätte ich dann ja eine 60 Stunden Woche und damit wäre ich nicht wirklich glücklich."

    Was für ein Berufsbild möchtest du denn nach dem Stuium anstreben?

    #868616
     Ibn_Sina 
    Teilnehmer

    Genau das Studium ist eh leiwand doch als Arzt ist eine 60Std.-Woche das mindeste (24h-Dienste, Wochenenddienste).

    Überleg dir ob dir das zusagt.

    #868619
     KingDon 
    Teilnehmer

    Da ich ja ursprünglich Physiotherapie studieren wollte aber das auf Grund der FH Anwesenheitspflicht nicht funktioniert, dachte ich mir Arzt für physikalische Medizin zu werden.

    Das kann man vom Berufsbild her womöglich noch am besten vergleichen oder?

    Auf der FH ist aber leider eine Anwesenheitspflicht von rund 40 Stunden notwendig und da hätte ich die ersten Jahre bestimmt gar kein Leben nebenbei.

    Was den Arztjob betrifft ist mir das alles klar, da bin ich aber dann auch schon etwas älter und hab als junger schon genug gemacht um mich danach auf den Job zu konzentrieren.

    Außerdem würde mich der Forschungsbereich auch noch sehr interessieren aber davon habe ich kaum Vorstellungen.

    Für mich ist nur wichtig ob meine Rechnung aufgeht.

    Ob die Stipendienstelle mit meinem Selbsterhalter solange mitmacht und ob das alles mit dem Taxifahren aufgeht, ohne dass ich ein burnout bekomme in den ersten Wochen.

    Ich wusste eben nicht, dass man auf die ganzen Vorlesungen pfeiffen soll und nur für die Prüfung im Juli lernen soll.

    Wieviel Umfang ist denn ca der Stoff für die Prüfung im Juli?

    Damit ich mir darunter auch etwas vorstellen kann?

    #868626
     Supermario 
    Mitglied

    Der Punkt ist, dass du um den Jahresstoff komplett einerseits sinnerfassend mit Hintergründen zu beherrschen, andererseits so, dass du bei der Prüfung wirklich gut abschneidest auch gerne 80 Stunden wöchentlich aufwenden kannst ohne dass dir fad wird. Demgegenüber stehen halt Leute die laut eigener Aussage das ganze Jahr nicht mitgelernt haben, und mit einem Monat intensivem (altfragenlastigem) Lernen auch ohne Problemen durchgekommen sind – darüber wie viel Ahnung du dann von der Medizin hast lässt sich natürlich streiten…

    Im Endeffekt würde ich schon mit 35-40h übers ganze Studienjahr rechnen, wenn das Ziel nicht nur ist irgendwie den Abschluss zu bekommen.

    Stoffmenge variiert, gerade im 3. und 4. Jahr kommt doch einiges zusammen – geh doch Mal zum Facultas und schaue dir die Blockbücher 13,14,15,16 an – wenn du die alle einigermaßen lernst bist du zB mit dem Stoff des 5. Semesters ganz gut dabei.

    #868627
     KingDon 
    Teilnehmer

    Ok das ist dann natürlich klar.

    Aber macht es Sinn eigenständig 20-25 Stunden Vorlesungen zu besuchen und sich damit zu beschäftigen anstatt den genannten 35-40 Stunden?

    Ich möchte natürlich nicht nur "irgendeinen" Abschluss haben, sondern danach auch Ahnung davon haben.

    Es ist so, dass ich mich in meiner Freizeit sehr sehr viel mit Ernährung und Gesundheit beschäftige, aber auch Sport etc.

    Ich habe für einen Laien relativ viel Ahnung vom Körper und vor allem Erste Hilfe. Bin wie gesagt Rettungssanitäter und mache regelmäßig meine nötigen Rezertifizierungen.

    Ich besuche auch die Kurse beim Roten Kreuz regelmäßig und öfter als eigenlich notwendig wäre.

    Was bedeutet "altfragenlastig"? Kannst du mir das erklären?

    #868638
     marioo25 
    Teilnehmer

    Nach der SIP bekommen die Studenten ihr Testheft zur Verfügung gestellt. Dort sieht man dann die Fragen und die korrekten Antworten.

    Bei der SIP ist immer ein gewisser Prozentsatz an Altfragen vorhanden, dh an Fragen die bereits bei anderen SIPs zuvor im Einsatz waren. Der Anteil ist pro Block unterschiedlichen und bewegt sich zwischen 40 und 90%. Wobei meist ca. 50-60% Altfragen pro Block sind.
    Dh wenn man fleißig Altfragen lernt und ein bisschen drumherum, dann kann man die SIP meistens mit relativ wenig Aufwand bestehen.

    Die Sinnhaftigkeit von bloßem Altfragenlernen ist natürlich anzuzweifeln, jedoch geht es ohne auch nicht, weil die MUW gelegentlich so einen derartigen Schwachsinn abprüft, den man intuitiv niemals lernen würde.

    #868641
     Kitarah 
    Mitglied

    Hey KingDon,

    ich bin auch Sani und das Vorwissen bringt mir im Umgang mit Patienten und dem täglichen Klinikalltag sicher sehr viel. Mit Prüfungswissen hat das aber gar nichts zu tun! Der Stoff ist ganz anders, man hat eine andere Heransgehensweise und Erste Hilfe wird an der MUW eher klein geschrieben. Im 1. Jahr kannst du dir ein kleines Fach anrechnen lassen, mehr hast du davon eigentlich nicht.

    Ich finde schon, dass das Medizinstudium relativ aufwändig ist, weil man immer wieder Praktika hat (nachmittags), der Stundenplan aber nicht für ein ganzes Semester gleich bleibt. Wenn dein Job aber flexibel ist, ist das sicher gar kein Problem!

    Und die SIP ist eine Jahresprüfung – sprich für zwei Monate lang (Mai und Juni) ziehen wir Mediziner uns in den Lesesaal zurück und lernen für den Tag X. In anderen Studien ist es wie gesagt anders, weil man verschiedene Lehrveranstaltungen belegt und in manchen mündliche, in manchen schriftliche Tests schreibt, manchmal auch eine Seminararbeit – und das nicht alles an einem Tag.

     

    #868672
     KingDon 
    Teilnehmer

    Hört sich zumindest mal schaffbar an für mich.

    Hat einer von euch Erfahrungen als Taxler neben dem Studium?

    Was arbeitet ihr so, damit ihr euch das so finanzieren könnt und vor allem wie hoch sind eure Fixkosten die ihr bezahlen müsst von dem Geld??

    Soviel ich weiß gibt es ja Vorbereitungskurse für den EMS Test, hat einer von euch noch Ideen und Anregungen wie ich mich dafür vorbereiten kann?

    Es gibt bestimmt einige Thematiken mit denen ich mich jetzt schon beschäftigen kann, um mir später leichter zu tun.

     

    MfG

    #868729
     KingDon 
    Teilnehmer

    Wie sieht es eigentlich mit dem nötigen Hirnschmalz aus?

    Ich bin jetzt kein besonders guter Schüler gewesen, lag wohl auch daran dass es mich nicht interessiert hat in der HTL^^

    #868742
     Dr.Ogen 
    Teilnehmer

    "Wie sieht es eigentlich mit dem nötigen Hirnschmalz aus?"

     

    die Frage allein lässt mich sehr an deinem Hirnschmalz zweifeln; du wirst wohl selbst wissen ob das Studieren per se was für dich ist oder nicht

    …. 

    #868764
     hofmartin 
    Mitglied

    Hallo KingDon,

    nehme an du hast eine ElektrotechnikHTL absolviert

    Bin auch Selbsterhalter nach HTL Maschinenbau

    Das Selbsterhalterstipendium sind 679,- Euro

    Ca. 50,- musst du rechnen für die Krankenversicherung.

    Hast du in der Oberstufe Biologie gehabt (musst nicht maturiert haben), das ist eine Aufnahmevoraussetztung. Latein kannst du im Laufe der ersten vier Semester an der Uni machen, ist aber machbar.

    Viel Erfolg beim Aufnahmetest

    #868825
     KingDon 
    Teilnehmer

    Danke für die Nachricht!

    Ja ich habe HTL Elektrotechnik gemacht.

    Würde die Biologie und Latein Ergänzungsprüfung machen, da werden ja einige Kurse angeboten.

    Da bekomme ich vl auch mal einen kleinen Vorgeschmack auf den Stoff und ob es wirklich das richtige ist für mich.

    Ich bin leider ziemlich unentschlossen was ich wirklich studieren soll aber Medizin scheint mich derzeit am meisten zu interessieren.

    50€ für die Versicherung sollte ich drin haben. Wenn ich teilzeit angemeldet bin, versichert mich ja auch mein Arbeitnehmer. Da muss ich aber dann ja aufpassen dass ich nicht über die 7000€ im Jahr komme.

    Wieviel zeit investierst du denn pro Woche ca in dein Studium?

    Schaffst du es nebenbei zu arbeiten und noch etwas zu "leben" :)?

     

    MfG

    #868878
     KingDon 
    Teilnehmer

    Hast du übrigens die Bücher für die Biologie Ergänzungsprüfung?

    Linder: Biologie" Teil 1 bis 3:
    20.-22. oder allenfalls neuere Auflage
    22. Auflage im Verlag E. Dorner, Wien (ISBN 978-3-7055-0648-0)

    Die bräuchte ich.

    Würde sie dir abkaufen, dann brauch ich sie nicht komplett neu.

     

    MfG

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