Medizinstudium Wien – Aufwand eines Studiums?

Dieses Thema enthält 50 Antworten und 12 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  KingDon vor 3 Monate, 3 Wochen.

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  • #133891
     KingDon 
    Teilnehmer

    Medizinstudium Wien

    (Medizinstudium Wien) Hallo!

    Ich bin 23 Jahre alt und bin Ing. für Elektrotechnik.

    Ich hätte vor nächstes Jahr im Winter ein Medizinstudium in Wien anzufangen, aber da ich noch überhaupt keine Erfahrungen diesbezüglich habe, möchte ich mich hier erstmal erkundigen.

    Ich schreib einfach mal drauf los was konkret mein Problem bzw meine Frage ist und ich hoffe auf wirklich ehrliche Antworten.

     

    Ich besitze eine Wohnung (warm ca 500€) und habe ausgerechnete Fixkosten (mit Essen etc knapp 1000€).

    Da ich ab 2014 ein Selbsterhalterstipendium bekommen würde, wären mal knappe 600€ dadurch gedeckt.

    Um das restliche Geld selbst ranzuschaffen, habe ich dieses Jahr die Taxilenkerausbildung gemacht. Nach langem hin und her hat mir ein jahrelanger Taxler den Tipp gegeben zu fahren, da man pro Nacht am Wochenende im Schnitt 100€ Umsatz (mein Verdienst, da ist alles andere abgerechnet) macht.

    Ich hätte vor 2 Nächte zu fahren (20-24 Stunden pro Woche) und hätte somit mindestens 800€ zusätzlich zu den rund 600€ Studienbeihilfe.

    Das heißt meine Fixkosten wären da locker drin und die Geldsorgen wären abgehakt.

     

    Die Frage ist jetzt aber wieviel Aufwand das Studium genau ist. Wieviel Stunden pro Woche sollte ich da investieren?

    Kann ich unter der Woche noch ca 3 mal ins Fitnesscenter gehen und etwas Ausgleichssport betreiben mit 2 Nächten taxifahren und einem Medizinstudium oder bekomme ich da nach 3 Wochen schon ein burnout?

    Außerdem möchte ich ja auch noch etwas Zeit für meine Freundin haben.

    Dass es hart ist, ist mir bewusst aber ich würde doch gerne wissen wie ihr das einschätzt.

     

    Ich habe wirklich gar keine Ahnung wie intensiv das ganze wird, da jeder vom Aufwand her etwas anderes sagt.

     

    Dadurch dass ich mir den Job einteilen kann, kann ich zu allen Vorlesungen etc gehen.

    Falls Medizin zu aufwändig ist, wie sieht das ganze bei Psychologie, Physiotherapie oder Diätologie aus?

    Wie lange muss ich mindestens rechnen mit einem Medizinstudium (realistische Zeitangaben, nicht Mindeststudiumzeit) und wie lange macht das die Studienbeihilfe mit???

     

    Ich hoffe mir kann jemand rasch eine ehrliche und hilfreiche Antwort geben.

    #868593
     KingDon 
    Teilnehmer

    Ich habe übrigens während meiner Zeit beim Bundesheer die Rettungssanitäter Ausbildung abgeschlossen.

    Bin mir nicht sicher ob diese Information wichtig ist…

    #868594
     bobb 
    Teilnehmer

    Oktober bis April Taxifahren, Mai/Juni aufs Lernen konzentrieren, dann geht das schon. Hab´ (ab dem 4 Semester) auch ca. 20 h/Woche gearbeitet und habs auch überlebt.

    #868595
     KingDon 
    Teilnehmer

    Wie ist das eigentlich mit den studienfreien Zeiten? Wielang sind die und wann?

    Muss ich in der Zeit lernen oder kann ich da voll und ganz arbeiten?

     

    MfG

    #868596
     nico85 
    Teilnehmer

    Du hast im Februar 3-4 Wochen Ferien, da kannst du zweiwöchige Famulaturen machen, lernen ist zu der Zeit noch nicht so dringlich.

    Im Sommer sind der größte Teil des Juni frei, um sich auf die Prüfung Ende Juni vorzubereiten und dann hat man Juli, August und September komplett frei und muss auch nichts lernen, wenn man die Prüfung vorher bestanden hat. Allerdings musst du im Laufe des Studiums insgesamt 12 Wochen Famulatur in den Ferien ablegen.

    #868598
     KingDon 
    Teilnehmer

    Ich höre oft von Leuten die meinen für ihr Studium 40 Stunden pro Woche aufzuwenden.

    Das höre ich aber jetzt meistens von Leuten aus anderen Studienrichtungen.

    Demnach hätte ich dann ja eine 60 Stunden Woche und damit wäre ich nicht wirklich glücklich.

    #868599
     bobb 
    Teilnehmer

    Wenn Du "nach durchzechter Nacht im Hörsaal rumlungern" dazu zählst, dann kommst wahrscheinlich auf deine 40-60 Stunden. Die Vorlesungen sind nicht essentiell, d.h. du hast nicht mehr als 5-10 Stunden Anwesenheitspflicht (gilt für die ersten 4 Jahre). Mai/Juni lernen reicht => gemütliches Leben die restliche Zeit.

    #868600
     KingDon 
    Teilnehmer

    Das kann ich ja mal kaum glauben…sorry^^

    Ist das bei allen Studienrichtungen in Wien so?

     

    Ich dachte immer dass ein Studium so viel wie ein Teilzeit oder oft sogar so viel wie ein Vollzeitjob ist??

    #868601
     bobb 
    Teilnehmer

    Nur um ein Studium zu schaffen musst ned sonderlich viel Zeit aufwenden.

    #868603
     KingDon 
    Teilnehmer

    Also ich kapier das alles nicht mehr :/

    Eine bekannte jammert andauernd, dass sie jeden Tag so viel lernt für ihr BWL Studium.

    Mein Cousin ist der Meinung dass man mindestens 40 Stunden aufwänden muss für ein Medizin Studium pro Woche und in diversen Foren geistern auch die unterschiedlichsten Meinungen über Arbeitsaufwand herum.

    Wie läuft das dann ab?

    Es gibt ja eine sogenannte Prüfungszeit, da nehme ich an werden wie der Name schon sagt die ganzen Prüfungen abgehalten um das Semester zu bestehen.

    Woher weiß ich was da der Stoff ist, wenn ich die Vorlesungen nicht unbedingt besuchen muss?

    Dann gehe ich ja vermutlich in die Bibliothek und bring mir das alles selbst aus den Büchern bei und dann geh ich zu den Prüfungen.

     

    Also kann ich im Endeffekt die ganze Woche faul rumliegen, paar Vorlesungen besuchen und meine Zeit genießen, am Wochenende bisl arbeiten und dann 1-2 Monate vor Prüfungsbeginn fang ich an alles Wissen in mich reinzustopfen was ich für die Prüfungen brauche?

    Na dann kann man ja sogar mit nem Vollzeitjob studieren oder etwa nicht??

     

    Da muss es doch einen Haken geben an der Sache oder du willst mich auf den Arm nehmen? hahaha^^

    Sorry 🙂

    #868605
     bobb 
    Teilnehmer

    Ja, gejammert wird in Wien das eine oder andere Mal. Es gibt eine Prüfung pro Jahr (Ende Juni/Anfang Juli). Daher sind auch Mai/Juni zeitaufwendiger. Lerninhalte sind alle im Internet (https://studyguide.meduniwien.ac.at/curriculum/n202-2012/?state=0-21426-453/diplomstudium-humanmedizin).

    Es gibt meist entsprechende Blockbücher.

    Genau, faul rumliegen, 2 Monate intensiv lernen, dann schaffst du es. Kein Haken.

     

     

    #868607
     KingDon 
    Teilnehmer

    Weißt du auch wie das bei anderen Studienrichtungen aussieht?

    Gibt es da auch nur so wenig Prüfungen?

    #868608
     bobb 
    Teilnehmer

    Weiß nicht, am besten im entsprechenden Forum fragen. Meistens werdens wohl mehr sein als eine im Jahr.

    #868609
     marioo25 
    Teilnehmer

    Naja, man sollte das schon differenzierter betrachten. Mit 2 Monaten Lernzeit und Altfragen lernen besteht man die SIP.

    Aber die Frage ist, ob man nur bestehen will oder ob man mehr aus dem Studium mitnehmen und langfristig Wissen erwerben will.

    Langfristig gesehen ist es auf jeden Fall sinnvoller, wenn man kontinuierlich mitlernt, vor allem hat man unter dem Semseter auch Zeit sich mit den subjektiv interessanten Themen intensiver auseinander zusetzen.
    Ich praktizier das jetzt schon seit dem ersten Jahr so (bin jetzt im ditten) und fahre sehr gut mit meiner Taktik. Betreibe sicherlich mehr Aufwand als der Durchschnittsstudent, aber ich hab Spaß am Lernen, Medizin ist unglaublich euphorisierend.

    Ab dem 2. Jahr musst du ausserdem ohnehin auch unter dem Semester mitlernen, da gibts Pharmaseminare und Sezierkurse, wo ständig geprüft wird.

    Hab auch immer ca. 15-25h/Woche gearbeitet, geht eigentlich ganz gut, insofern man einen flexiblen Job hat.

    #868610
     nico85 
    Teilnehmer

    Bei den meisten anderen Studienfächern ist es eher so, dass man einzelne Lehrveranstaltungen belegt und dann am Ende des Semesters zu jeder Lehrveranstaltung eine Prüfung ablegt. Wobei die Prüfungsmodalitäten von den jeweiligen Lehrveranstaltungsleitern festgelegt werden und von Lehrveranstaltung zu Lehrveranstaltung schwanken.

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